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Einfamilienhaus in Massivholzbauweise

Standort: Igls, Tirol
Baubeginn: März 2018
Fertigstellung: Dezember 2018
Bilder: Toni Schade | www.sonaar.at

 

Das Gebäude nimmt in seiner Positionierung, seinen Abmessungen und seiner Formensprache Bezug auf zu dem Stadel der sich ursprünglich auf dem Grundstück befand. Vom oberen Geschoss des Stadels eröffnete sich ein wunderbarer Blick Richtung Kirchturm und Serles einerseits und Richtung Nordkette andererseits. Diese beiden Blickrichtungen sollten unbedingt erhalten bzw. betont werden. Das Grundstück befindet sich in einem dicht bebauten Teil Igls, umgeben von hohen alten Bäumen. Der Baukörper gliedert sich daher so, dass sich im Erdgeschoss neben dem Eingang die Schlafzimmer und Bäder befinden, während das Wohnen und Kochen, als Herzstück des Familienlebens, im Obergeschoss angesiedelt sind. Die Aufenhaltsräume genießen somit die beste Aussicht und öffnen sich großzügig bis unters Dach. Der Dachkapfer schneidet in den klaren Baukörper ein und bildet als Ausguck und Rückzugsort den Höhepunkt des Gebäudes. Der Abdruck des Dachkapfers wird in allen Geschossen erlebbar und gliedert den Raum. Das Gebäude wurde in Massivholzbauweise errichtet. Tanne bildet sowohl innen als auch außen die letzte Schicht. Innen unbehandelt, gebürstet und außen sägerau und vorvergraut bleibt das Holz in seiner Natürlichkeit erlebbar. Der Abdruck des Dachkapfers zieht sich als ruhiges und Kontrastbildendes Element durch alle Geschosse und verbindet diese miteinander. Die alten, liebgewonnen Möbelstücke und Leuchten bekommen durch die klare Materialgebung des Neuen einen zurückhaltenden Rahmen in dem sie gut zur Geltung kommen. Gleichzeitig werden alte Elemente, wie der Kachelofen, neu interpretiert und schaffen schöne Bindeglieder zwischen Alt und Neu.